Die Einführung des Euro als Währung für die Europäische Union
Die Europäische Union ist ein Staatenverbund, der derzeit aus 27 Mitgliedern besteht. In 16 davon gilt mittlerweile als offizielle Währung der Euro. Einige weitere, wie zum Beispiel Polen oder Rumänien, streben die Einführung des Euro in einer nicht allzu fernen Zukunft an, wenngleich einige osteuropäische Staaten die Einführung derzeit aus wirtschaftlichen Gründen nicht umsetzen können. In der EU gelten diverse Gesetze, die eine Einheit zwischen den Mitgliedsstaaten herstellen sollen und diese näher zusammenbringen sollen. Seit 1990 gilt beispielsweise der freie Kapitalverkehr zwischen allen Staaten der Europäischen Union. Der Gedanke einer Währungsunion schwebte bereits eine Weile herum, und 1995 einigte man sich auf den Namen Euro. Ende 1998 wurde der Wechselkurs zwischen dem neuen Euro und den damaligen Währungen der einzelnen Mitgliedsstaaten endgültig festgelegt. Ab 1. Jänner 2002 wurden in Deutschland sowie in Österreich und in den meisten anderen Ländern der heutigen Euro-Zone erstmals Euromünzen und –Scheine ausgegeben. Die Slowakei trat am 1. Jänner 2009 als neuestes Mitglied der Euro-Zone bei und benutzt jetzt auch den Euro als offizielles Zahlungsmittel. Mit dem Euro wurde z.B. auch der Euribor eingeführt, der Euro Interbank Offered Rate. Dies ist ein in Euro ermittelter Zinssatz, der für Termingelder gilt. Er wird aus den Briefsätzen von allen Panel-Banken ermittelt und löst in Österreich den VIBOR, den Vienna Interbank Offered Rate, ab. Alle Mitglieder der EU sind im Prinzip verpflichtet, der Währungsunion beizutreten, nachdem sie es geschafft haben, alle Konvergenzkriterien, die im Vertrag von Maastricht 1992 festgelegt wurden, zu erfüllen. Nur Großbritannien und Dänemark dürfen selber darüber entscheiden, ob und wenn sie den Euro als offizielle Währung einführen möchten. Besonders in Großbritannien unter der neuen Führung von Premier Gordon Brown wird ein solcher Zutritt zur Euro-Zone kaum erwartet, da es bekannt ist, dass Brown den Euro als Währung für sein Land ablehnt.