Immobilien als Geldanlage
Anleger, die Wohnungen kaufen, tun dies in Ermangelung liquider Mittel in der Regel unter Zuhilfenahme eines Darlehens. Dies bringt steuerliche Vorteile mit sich, sofern die Behausung nicht der Eigennutzung dient. Sämtliche Sollzinsen sowie auch andere anfallende Betriebskosten können von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. In Zeiten einer mit einem hohen Einkommen verbundenen Berufstätigkeit können so erhebliche Geldbeträge legal am Fiskus vorbei in die eigene Tasche gelangen, denn mit der Zeit wird das von der Bank aufgenommene Darlehen abbezahlt und die Immobilie gehört vollständig zum eigenen Besitz.
Im Alter können Verbraucher, die Wohnung vermieten und sie anderen zur Verfügung stellen, dann von einem zusätzlichen Einkommen profitieren oder aber die erworbene Wohnung selbst nutzen, etwa weil das Einfamilienhaus nicht mehr benötigt wird.
Immobilien sind unter anderen wegen ihrer Resistenz gegen die Geldentwertung ein so stabiler Baustein des privaten Portfolios. Im Zweifelsfall bieten sie dem Eigentümer immer einen nutzbaren Sachwert.
Welche Geldsummen für den Erwerb einer Wohnung aufgebracht werden müssen, hängt ganz wesentlich mit deren Standort zusammen. So kostet eine zentral gelegene Behausung in Frankfurt am Main sicherlich deutlich mehr als ein in der ländlichen Abgeschiedenheit Niedersachsens gelegenes Objekt.
Analog zu den Kaufpreisen gestalten sich auch die Mieten und damit die zu erwartenden Einkünfte aus dem Immobilienbesitz. Insbesondere in den süddeutschen Ballungsräumen profitieren Wohnungsinhaber von sehr geringen Leerständen und einer stetig steigenden Nachfrage nach Wohnungen. Der Grund dafür liegt in der grundsätzlichen Tendenz einer Bevölkerungsverschiebung weg vom Land und hinein in die Stadt. Insbesondere westdeutsche Ballungsräume profitieren zudem von der Abwanderungstendenz von Ost nach West.
Eine Wohnung in München, Frankfurt, Hamburg oder Düsseldorf dürfte in langfristiger Hinsicht die höchsten Erträge erwirtschaften, berücksichtigt man die Wertsteigerung.